Denkfabrik-Vertreter touren durch Bundeswirtschaftsministerium und Bundestag.
Die Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeitwirtschaft) kämpft seit Monaten mit signifikanten Kostensteigerungen und gleichzeitiger Konsumzurückhaltung. Um Umsätze und Margen im zweitgrößten Wertschöpfungssektor Deutschlands zu stabilsieren und neue, positive Impulse zu setzen, nutzen Vertreter der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) die vergangenen Monate, um bei der Spitzenpolitik in Berlin für wichtige Anliegen und Projekte zu werben. Im Gespräch mit dem Tourismuskoordinator der Bundesregierung, Dr. Christoph Ploß MdB, standen die Themen Arbeitszeitflexibilisierung, die Weiterentwicklung der neuen Nationen Tourismusstrategie sowie neue Dialogformate zwischen Politik und Branche im Mittelpunkt.
„Uns war im Gespräch mit dem Tourismuskoordinator noch einmal wichtig, dass die Flexibisieerrung der Wochenarbeitszeit – die ja fest im Koaltionsvertrag vereinbart ist – nun schnell und planbar zum 01.01.2027 umgestetzt wird. Diese Maßnahme kostet kein Geld, hilft aber unseren 250.000 Gastwerl-Betrieben Nachfragespitzen besser zu bedienen und gibt Teilzeitbeschäftigten neue Möglichkeiten, z.B. Kinderbeitreuung einfacher zu organisieren“, unterstreicht DZG-Aufsichtsratsvorsitzende Homeira Amiri. Mit Blick auf die neue Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung lobte Amiri für schnelle Veröffentlichung und die Tatsache, dass die Strategie vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Dies sei ein starkes Signal. Gleichzeitig warb sie für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Papiers: „Die Strategie beeinhaltet viele wichtige kurzfristige Maßnahmen, braucht aber gleichzeitg eine längerfristige strategische Perskektive und ein übergeordnetes Gesamtziel, auf das alle hinarbeiten können. Aus diesem Grund arbeitet die Denkfabrik bereits an einer Erweiterung, gewissermaßen einer Strategie 2.0“, so die Hamburger Unternehmerin.
Auch die Themen Digitalisierung und Künstliche Integelegenz (KI) spielten in den DZG-Gesprächen eine große Rolle. „Beides können Instrumente sein, um im betrieblichen Alltag mehr Zeit für Gäste zu haben, besser im Internet gefunden zu werden und am Ende auch den eigenen Umsatz zu steigern“, so Aufsichtsratsmitglied Alexandra Wolframm. Um in neue Technologien investieren zu können, schlägt die DZG bereits seit längerem die Schaffung einer eigenen nationalen Gastwelt-Bank vor, die an die KfW angekoppelt werden soll. Österreicht habe mit seiner Förderbank sehr gute Erfahrungen gemacht. „Wenn wir wollen, dass Digialisierungs- und KI-Lösungen flächendeckend und produktiv in der Gastwelt eingesetzt werden, müssen wir auch klären, woher die Mittel dafür kommen. Eine Gastwelt-Bank mit einem Förderfokus auf diese Themen könnte die digitale Transformation der Branche massiv beschleunigen“, betont Wolframm.
Bildunterschrift:
DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge warnt angesichts der Energiekrise vor einer doppelten Belastung aus steigenden Kosten und sinkender Nachfrage. Bild: DZG.