DZG begrüßt Bundestagsbeschluss zu den sieben Prozent

4. Dezember 2025 – Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG)

Der Bundestag hat heute das Steueränderungsgesetz 2025 beschlossen und damit auch die Wiedereinführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent auf Speisen zum 1. Januar 2026 auf den Weg gebracht. Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) begrüßt den Beschluss als wichtigen Schritt hin zu mehr Stabilität für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

„Der heutige Beschluss ist ein Signal der Vernunft“, sagt DZG-Vorstandsprecher Dr. Marcel Klinge. „Er schafft Planungssicherheit und zeigt, dass Politik auf Basis belastbarer Daten entscheiden kann.“

Nach Einschätzung der DZG geht es bei der Umsatzsteuersenkung nicht um ein branchenspezifisches Entgegenkommen, sondern um ein strukturelles Instrument: „Die sieben Prozent sind kein Geschenk, sondern eine Investition in Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und Orte des Miteinanders“, so Klinge. „Sie stabilisieren jene Betriebe, die Städte und Gemeinden täglich tragen.“

Der Bundestagsbeschluss sei jedoch nur ein Zwischenschritt. Am 19. Dezember entscheidet der Bundesrat. Die DZG appelliert an die Länder, das Gesamtbild im Blick zu behalten. „Jetzt kommt es auf die Länder an“, betont Klinge. „Die sieben Prozent sichern Arbeitsplätze, halten regionale Wirtschaftskreisläufe in Gang und stärken Begegnungsorte – in Großstädten wie im ländlichen Raum.“

Die DZG wird den Prozess bis zur finalen Entscheidung weiter eng begleiten und ihre Argumente gegenüber den Ländern weiter einbringen.

Hintergrund

Gastwelt

Die Gastwelt ist ein vom Fraunhofer IAO und der Denkfabrik im Jahr 2022 neu konzipierter Dienstleistungssektor, der Gastlichkeit und Lebensqualität als gemeinsames Serviceprodukt in den Mittelpunkt stellt. Die Gastwelt ist durch ihre 250.000 mittelständischen Betriebe eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und mit 6,2 Millionen Mitarbeitenden der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Sie setzt sich aus den Gastwelt-Sektoren Beherbergung, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft zusammen und prägt damit den Alltag von Millionen Menschen. Als Arbeitgeber, Standortfaktor und Innovationsmotor trägt die Gastwelt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei und schafft als #HerzUnsererGesellschaft Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Ihre enge Verzahnung mit Handel, Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur macht sie zu einer unverzichtbaren Querschnittsbranche mit Millionen Arbeitsplätzen und hoher Standorttreue.

DZG

Die 2021 gegründete Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vernetzt auf Bundesebene Politik, Wissenschaft, Verbände und hochkarätige Vertreter aller Wertschöpfungssektoren der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit). Der interdisziplinäre und überparteiliche Thinktank fokussiert sich inhaltlich auf strategische Zukunftsthemen – wie Arbeitskräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und KI – und entwickelt praxisnahe Maßnahmen zur effektiveren Krisenbewältigung.

Die über 200 Mitgliedsunternehmen und Partner der Spitzenorganisation (wie z.B. die Radeberger Gruppe, Deutsche Bahn, Unilever Food, Motel One, Transgourmet, Metro, Center Parcs, Dorint, Bioland, Dussmann, NordCap, Best Reisen, FlixBus, Booking.com, Gerolsteiner) beschäftigen zusammen über 740.000 Mitarbeitende in allen Regionen Deutschlands. Außerdem engagieren sich über 20 führende Verbände und Organisationen aus allen fünf Gastwelt-Sektoren (wie z.B. die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland HDV, der Verband Deutscher Freizeitparks VDFU, der Verband Internet Reisevertrieb VIR, der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen, die Deutsche Barkeeper-Union DBU, die Jeunes Restaurateurs Deutschland JRE, der Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik HKI) in der DZG.