Treffpunkt. Arbeitgeber. Anker. – DZG startet bundesweite Informationsoffensive und wirbt für weitere Steuersenkungen

9. September 2025 – Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG)
  • Haushaltsberatungen 2026: Mit Fakten und Argumenten gegen populistische Stimmungsmache
  • Denkfabrik für 7 Prozent auf Speisen, geringere Flugsteuer und Stromkosten
  • Gastwelt muss aktiver kommunizieren: „Gute Entscheidungen verdienen gute Erklärungen“

Die Beratungen für den Bundeshaushalt 2026 stehen bevor und die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) wird diese im Rahmen einer bundesweiten Informationsoffensive intensiv begleiten. Mit Daten, Fakten und Argumenten will der branchenübergreifende Thinktank noch einmal für den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen sowie die versprochene Absenkung der Luftverkehrs- und Stromsteuer werben. Ziel sei es, die politische Entscheidung in den kommenden Monaten mit belastbaren Argumenten zu begleiten – faktenbasiert, sachlich, anschlussfähig. Denn die Diskussion sei aktuell stark von Emotionen und populistischer Stimmungsmache geprägt, während die eigentliche Relevanz der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit) für Deutschland dabei untergehe. Die Zahlen und Informationen sollen Politik und Öffentlichkeit helfen, die Situation besser einzuschätzen und Entscheidungen inhaltlich zu stützen.

„Wir liefern den politischen Akteuren in Berlin noch einmal zusammengefasst die Zahlen und Argumente, mit denen sie die 7 Prozent, aber auch weitere Maßnahmen wie die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reduzierung der Stromsteuer für alle Unternehmen oder die Absenkung der Luftverkehrssteuer sachlich und selbstbewusst vertreten können – nicht nur in der Abstimmung zum Bundeshaushalt 2026, sondern auch danach“, sagt DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. „Wir müssen nicht unnötig dramatisieren – aber wir müssen die Lage unserer 250 000 Gastwelt-Betriebe realistisch und besser erklären.“

Die DZG betont, dass es bei den 7 Prozent auf Speisen nicht – wie oft kolportiert – um ein Steuergeschenk handele, sondern um die wirtschaftliche Zukunftssicherung eines zentralen Wirtschaftsökosystems mit hohem sozialem Wert: Mit 6,1 Millionen Erwerbstätigen und 483,7 Milliarden Euro Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 sowie einer flächendeckenden Präsenz in allen 11 000 Kommunen Deutschlands ist die Gastwelt ein zentraler Stabilitätsanker für Wirtschaft, Regionen und Gesellschaft. Die betrieblichen Herausforderungen seien gleichzeitig so vielfältig wie noch nie: Hohe Kosten, fehlendes Personal, bürokratische Hürden – und eine massive Nachfolgewelle. Genau hier müsse Politik mit Verlässlichkeit und Planungssicherheit ansetzen.

„Treffpunkt, Arbeitgeber, Anker – diese drei Begriffe bringen auf den Punkt, was die Gastwelt für unser Land leistet“, so Homeira Amiri, Aufsichtsratsvorsitzende der DZG. „Es geht um soziale Infrastruktur, sechs Millionen Jobs und regionale Stabilität. Gemeinsam bilden diese Faktoren das Rückgrat unseres Standorts. Dafür braucht es gute politische Entscheidungen, die sich auf Fakten stützen – und kein Hin und Her auf Zuruf und erst recht keine undifferenzierte Stimmungsmache“, so die Hamburger Unternehmerin.

Mit der neuen Kampagne „Treffpunkt. Arbeitgeber. Anker.“ mache die Denkfabrik diese enorme Systemrelevanz erneut sichtbar – unter anderem mit einer Reihe von Stimmen aus Gastronomie, Tourismus und Hotellerie, die authentisch aus der Praxis heraus erklären, warum es die Entlastung benötigt. Amiri: „Unsere Informationsoffensive zum Bundeshaushalt 2026 soll nicht emotional aufladen, sondern politische Entscheidungsträgerinnen und -träger gezielt unterstützen. Denn: Gute Entscheidungen verdienen gute Erklärungen. Hierfür liefert die DZG jetzt die Fakten und wir hoffen, dass diese in Berlin auf fruchtbaren Boden fallen.

DZG-Aufsichtsratschefin Homeira Amiri und Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge stellten am Dienstag die neue DZG-Informationsoffensive zum Bundeshaushalt 2026 vor. Bild. DZG.

Mit Köpfen aus der Praxis wirbt die DZG für Steuersenkungen wie die 7 Prozent auf Speisen sowie eine schnelle Senkung der Luftverkehrssteuer und niedrigere Stromkosten. Motiv Gastro: Dr. Martin Behle, Ralf Gravelaar, Kathrin Willhardt, Eva Herrmann, Gerhard Bruder, Kerstin Rapp-Schwan und Georg W. Broich (von links). Bilder: DZG.

Motiv Ticketsteuer: Homeira Amiri. Bild: DZG.

Motiv Stromkosten: Marcus Fränkle. Bild: DZG.

Hintergrund

Gastwelt

Die Gastwelt ist ein vom Fraunhofer IAO und der Denkfabrik im Jahr 2022 neu konzipierter Dienstleistungssektor, der Gastlichkeit und Lebensqualität als gemeinsames Serviceprodukt in den Mittelpunkt stellt. Die Gastwelt ist durch ihre 250.000 mittelständischen Betriebe eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und mit 6,2 Millionen Mitarbeitenden der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Sie setzt sich aus den Gastwelt-Sektoren Beherbergung, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft zusammen und prägt damit den Alltag von Millionen Menschen. Als Arbeitgeber, Standortfaktor und Innovationsmotor trägt die Gastwelt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei und schafft als #HerzUnsererGesellschaft Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Ihre enge Verzahnung mit Handel, Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur macht sie zu einer unverzichtbaren Querschnittsbranche mit Millionen Arbeitsplätzen und hoher Standorttreue.

DZG

Die 2021 gegründete Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vernetzt auf Bundesebene Politik, Wissenschaft, Verbände und hochkarätige Vertreter aller Wertschöpfungssektoren der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit). Der interdisziplinäre und überparteiliche Thinktank fokussiert sich inhaltlich auf strategische Zukunftsthemen – wie Arbeitskräftesicherung, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und KI – und entwickelt praxisnahe Maßnahmen zur effektiveren Krisenbewältigung.

Die über 200 Mitgliedsunternehmen und Partner der Spitzenorganisation (wie z.B. die Radeberger Gruppe, Deutsche Bahn, Unilever Food, Motel One, Transgourmet, Metro, Center Parcs, Dorint, Bioland, Dussmann, NordCap, Best Reisen, FlixBus, Booking.com, Gerolsteiner) beschäftigen zusammen über 740.000 Mitarbeitende in allen Regionen Deutschlands. Außerdem engagieren sich über 20 führende Verbände und Organisationen aus allen fünf Gastwelt-Sektoren (wie z.B. die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland HDV, der Verband Deutscher Freizeitparks VDFU, der Verband Internet Reisevertrieb VIR, der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen, die Deutsche Barkeeper-Union DBU, die Jeunes Restaurateurs Deutschland JRE, der Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik HKI) in der DZG.