Gastweltmacher

Markus Grube

Markus Grube

1. Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen und was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?

Tatsächlich bin ich durch den Wunsch nach gesellschaftlicher Wirkung und die Begeisterung für gesunde Ernährung in die Gemeinschaftsverpflegung gekommen. Was mich bei VielfaltMenü begeistert, ist die Kombination aus sozialer Verantwortung und unternehmerischer Gestaltungsfreiheit. Wir als Team schaffen täglich Strukturen für gesunde, nachhaltige Verpflegung in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen. Dabei gehen wir strategisch neue Wege bei der Speiseplangestaltung, bei Beschaffungskonzepten und bei der Digitalisierung. Die Automatisierung von Bestellabläufen und Abrechnungen gibt uns mehr Raum für das, was zählt, nämlich die Qualität auf dem Teller.

2. Viele sagen: Gastronomie ist mehr als Essen und Trinken – es sind Treffpunkte, Orte der Begegnung und des Zusammenhalts. Wie erleben Sie das mit Ihren Gästen und Ihrem Team?

Bei VielfaltMenü erlebe ich genau das täglich über alle Altersgruppen hinweg. In Schulen und Kitas kommen Kinder unterschiedlichster Herkunft beim Mittagessen zusammen, tauschen sich aus und erleben Gemeinschaft. In Pflege- und Altersheimen geben gemeinsame Mahlzeiten Struktur, schaffen Gesprächsanlässe und durchbrechen Isolation.

 Gleichzeitig sehen wir, wie wichtig Zugänglichkeit ist. Wer sich das Essen nicht leisten kann, bleibt außen vor! Deshalb verstehen wir uns als Teil der sozialen Infrastruktur, die Teilhabe für alle ermöglichen muss.

3. Welche Bedeutung hat die geplante Absenkung der Umsatzsteuer auf 7 % für Sie und was würde passieren, wenn sie nicht käme?

Für VielfaltMenü wäre die Absenkung auf 7% eine spürbare Entlastung. Wir arbeiten in einem Segment mit knappen Kalkulationen, in dem jeder Cent zählt, wenn wir gleichzeitig frische, regionale Produkte verarbeiten und faire Löhne zahlen wollen. Die Steuerentlastung würde uns helfen, diese Qualität für alle zugänglich zu halten, für Kinder in Kitas und Schulen ebenso wie für Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen, ohne dass Eltern, Bewohner:innen oder Kommunen mehr zahlen müssen.

Bleibt es bei 19%, wird der Druck auf Preise und Qualität weiter steigen. Für uns als Unternehmen bedeutet die schwierigen Entscheidungen. Wo müssen wir Abstriche machen? Welche Standards können wir noch halten? Gerade bei der Verpflegung von Kindern und pflegebedürftigen Menschen darf gesunde Qualität keine Frage des Geldbeutels sein. Hier geht es um Chancengleichheit und Würde in jeder Lebensphase.

„Gerade bei der Verpflegung von Kindern und pflegebedürftigen Menschen darf gesunde Qualität keine Frage des Geldbeutels sein.“

Markus Grube – VielfaltMenu GmbH