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Pressemitteilung 17. September 2026

Gastwelt bleibt Wohlstandsanker: 11,2 Prozent Anteil am BIP und Rekord bei Übernachtungen

• Gesamtbeitrag zur Wirtschaftsleistung bei rund 501 Milliarden Euro – Anteil am BIP stabil bei 11,2 Prozent • Rund 6,2 Millionen Beschäftigte – Investitionen steigen auf 39,2 Milliarden Euro • Übernachtungen erreichen 2025 mit 497,5 Millionen erneut ein Allzeithoch

Gastwelt bleibt Wohlstandsanker: 11,2 Prozent Anteil am BIP und Rekord bei Übernachtungen

Der Dienstleistungssektor Gastwelt – bestehend aus den Teilbranchen Tourismus, Hospitality, Foodservice und Freizeitwirtschaft – behauptet sich als tragende Säule der deutschen Binnenkonjunktur. Das zeigen die aktuellen Leistungskennzahlen der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG), die auf den jüngsten Daten des World Travel & Tourism Council (WTTC) und des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 basieren. Der Gesamtbeitrag der Gastwelt zur Wirtschaftsleistung lag bei rund 500,9 Milliarden Euro und damit weiterhin bei 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In dieses Gesamtbild fügt sich auch der bereits im Februar gemeldete Übernachtungsrekord ein: Mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen erreichte Deutschland 2025 ein neues Allzeithoch. Der Sektor festigt damit sein wirtschaftliches Gewicht auch in einem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld.

Getragen wird der neue Rekord vor allem vom Inlandstourismus: Die Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stiegen 2025 um 0,7 Prozent auf 413,7 Millionen. Die Übernachtungen ausländischer Gäste lagen mit 83,8 Millionen leicht unter dem Vorjahr – ein erwartbarer Effekt, da 2024 die Fußball-Europameisterschaft zahlreiche internationale Gäste ins Land gebracht hatte. Dass die Gastwelt dieses Sonderjahr nun sogar übertrifft, unterstreicht die Robustheit der heimischen Nachfrage.

Auch bei den Investitionen zeigt sich Aufwärtsbewegung: Der Sektor tätigte 2025 Kapitalinvestitionen in Höhe von rund 39,2 Milliarden Euro und damit spürbar mehr als im Vorjahr. Mit rund 6,2 Millionen Erwerbstätigen (direkt und indirekt) bleibt die Gastwelt zudem einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und steht für 13,5 Prozent der gesamten Beschäftigung.

„Die Zahlen belegen: Die Gastwelt ist und bleibt ein zentraler Wohlstandsanker. Wir stabilisieren die Binnenkonjunktur, halten unsere Rekordwerte auch im schwierigen Umfeld und investieren in die Zukunft“, sagt DZG-Vorstandsvorsitzender Dr. Marcel Klinge. „Kein anderer Wirtschaftsbereich verbindet Wertschöpfungskraft, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt so direkt wie die Gastwelt – wir sind das Herz unserer Gesellschaft.“

Zugleich mahnt die DZG, die gute Ausgangslage nicht als Selbstläufer zu verstehen. Nach dem kräftigen Aufholjahr 2024 hat sich das Wachstum 2025 spürbar normalisiert – der Sektor wächst real in etwa im Takt der Gesamtwirtschaft. „Damit aus Stabilität wieder Dynamik wird, brauchen wir jetzt die richtigen Weichenstellungen“, betont der ehemalige Bundestagsabgeordnete Klinge. Themen wie Arbeitskräftegewinnung, Standortförderung, Bürokratieabbau und steuerliche Fairness müssten entschlossen angegangen werden.

Die Gastwelt in Zahlen (2025):

•    Rund 6,2 Mio. Erwerbstätige (davon rund 3,1 Mio. direkt) – 13,5 Prozent der Gesamtbeschäftigung
•    500,9 Mrd. Euro Gesamtbeitrag zur Wirtschaftsleistung – entspricht 11,2 Prozent des BIP
•    39,2 Mrd. Euro Investitionen – deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr
•    497,5 Mio. Übernachtungen (+0,3 Prozent gegenüber 2024) – neues Allzeithoch
•    Verteilung der Gastwelt-Ausgaben: 81,5 Prozent Leisure, 18,5 Prozent Business

Methodische Hinweise:

Die aufgeführten wirtschaftlichen Kennzahlen beziehen sich auf das Jahr 2025 und basieren auf der Economic Impact Research 2026 des World Travel & Tourism Council (WTTC), Werte in konstanten Preisen 2025. Die Übernachtungszahlen stammen aus der Tourismusstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis, vorläufige Ergebnisse). WTTC-Werte (modellierte Wertschöpfung) und Destatis-Übernachtungen (physische Zählung) folgen unterschiedlichen Erhebungslogiken und sind nicht unmittelbar verrechenbar.

Bildunterschrift: DZG-Vorstandsvorsitzender Dr. Marcel Klinge sieht in den aktuellen Leistungskennzahlen der Gastwelt ein starkes Signal für ihre Bedeutung für Wachstum, Beschäftigung und Binnenkonjunktur. Bild: DZG.

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