{"id":9782,"date":"2024-07-08T10:00:13","date_gmt":"2024-07-08T08:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/?p=9782"},"modified":"2024-07-08T10:00:13","modified_gmt":"2024-07-08T08:00:13","slug":"dzg-politiker-schaetzen-gastwelt-halten-diese-aber-fuer-zersplittert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2024\/07\/08\/dzg-politiker-schaetzen-gastwelt-halten-diese-aber-fuer-zersplittert\/","title":{"rendered":"DZG: Politiker sch\u00e4tzen Gastwelt, halten diese aber mehrheitlich f\u00fcr zersplittert"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Denkfabrik befragt Bundestagsabgeordnete zu deren Sicht auf die Tourismuswirtschaft \u2013 <\/em><br><em>Das Ergebnis: Hohe Zustimmung zur Arbeit der Gastwelt bei niedriger politischer Priorisierung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Grunds\u00e4tzlich sch\u00e4tzen Bundestagsabgeordnete die Arbeit der \u00fcber 250 000 Unternehmen der Gastwelt (Tourismus, Travel, Hospitality &amp; Foodservice) und sehen diese f\u00fcr das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft als \u201esehr relevant\u201c an. Gleichzeitig r\u00e4umen sie dem Themenfeld aber nur eine geringe politische Priorit\u00e4t in Berlin ein. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zeigt eine Befragung der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) unter Bundestagsabgeordneten zu Inhalten, Wahrnehmung und Kommunikation der Gastwelt bzw. Tourismuswirtschaft. Ein mutma\u00dflicher Hemmschuh wurde dabei erneut sichtbar: Der Sektor wird als nicht besonders homogen wahrgenommen: Pluralit\u00e4t und Vielseitigkeit der Interessenvertretung wecken bei sieben von zehn Befragten (68 Prozent) den Eindruck von Zersplitterung.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Abb.-1.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9794\" style=\"width:478px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich bietet die Auswertung aufschlussreiche Einblicke in die politische Wahrnehmung der Gastwelt in der Bundeshauptstadt. Und so sieht der Vorstandschef der Denkfabrik, Dr. Marcel Klinge, sowohl die Branche als auch politische Verantwortungstr\u00e4ger in der Pflicht: \u201eWir haben hohe Zustimmungswerte bei niedriger politischer Priorit\u00e4t. Die wichtigste Aufgabe ist und bleibt daher die Verbesserung der gegenseitigen Kommunikation\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gastwelt wird deutschlandweit als wichtig und relevant angesehen<\/strong><br>Ein erfreuliches Ergebnis sei die grunds\u00e4tzliche Wertsch\u00e4tzung der befragten Politiker gegen\u00fcber der Gastwelt, betont Klinge: 85 Prozent der teilnehmenden Abgeordneten sehen den Sektor als \u201ewichtig\u201c f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland an und sogar 96 Prozent attestieren ihm eine \u201ehohe Relevanz\u201c f\u00fcr ihr jeweiliges Bundesland. Dabei ergibt sich ein differenziertes Bild, wenn nach den einzelnen Branchen innerhalb der Gastwelt gefragt wird: National werden als \u201esehr relevant\u201c insbesondere Verkehrsleistungen (77 Prozent), Gastronomie (74 Prozent), Kunst und Kultur (62 Prozent), Schankwirtschaft und Hotellerie (jeweils 55\u00a0Prozent) sowie Sportfreizeit (51 Prozent) erachtet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Abb.2.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9795\" style=\"width:840px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Abb.3.svg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9799\" style=\"width:838px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die politische Bedeutung der Gastwelt scheint in Berlin jedoch nicht im Einklang mit ihrer grunds\u00e4tzlichen Zustimmung zu stehen. So rangiert der Sektor im Vergleich lediglich auf Platz elf von 14 abgefragten Politikfeldern. An der Spitze des Rankings stehen Wirtschaftspolitik, Energiepolitik und Asyl- und Migrationspolitik. DZG-Sprecher Klinge: \u201eDiese Diskrepanz wirft die Frage auf, wie die Branche dieses Bedeutungsdelta \u00fcberwinden kann, besonders mit Blick auf die enormen Zukunfts-Herausforderungen wie dem Mitarbeitermangel, br\u00f6ckelnde Standortattraktivit\u00e4t und steigenden Kosten.\u201c Die Kluft zwischen Zustimmung und Priorisierung als politisches Themenfeld l\u00e4sst f\u00fcr den Chef der Denkfabrik nur einen Schluss zu: \u201eMan findet uns zwar nett, wir bringen aber politisch zu wenig Gewicht auf die Waage. Dabei sind wir kein \u201aNice to have\u2018, sondern ein unverzichtbarer wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Stabilit\u00e4tsanker. Diese Kernbotschaft m\u00fcssen wir alle in Zukunft st\u00e4rker kommunizieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bewertung der Umsatzsteuer-Kampagne 2024<\/strong><br>Interessante Einblicke brachte die Abgeordnetenbefragung auch zur Kampagne zur Verstetigung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes im vergangenen Jahr: 74 Prozent f\u00fchlten sich \u00fcber die Ziele und Inhalte der Kampagne gut informiert, 85 Prozent sahen sich ausreichend mit Zahlen und Fakten versorgt und 73 Prozent konnten das Anliegen der Gastronomie nachvollziehen. Allerdings \u00fcberzeugten \u201enur\u201c 46 Prozent der Befragten die vorgebrachten Argumente. F\u00fcnf von zehn Politikern bewerteten die Forderung nach einer Verl\u00e4ngerung der Umsatzsteuerreduzierung auf sieben Prozent indes als realistisch (50 Prozent), 73 Prozent konnten das Anliegen der Gastronomie pers\u00f6nlich \u201enachvollziehen\u201c.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Interessenvertretung wird als zersplittert wahrgenommen<\/strong><br>Die Kommunikation gegen\u00fcber der Bundespolitik wird insgesamt als gut bewertet (59 Prozent), elf Prozent bewerteten sie sogar als sehr gut, 26 Prozent als befriedigend. Sieben von zehn Befragten nehmen allerdings eine Zersplitterung der Interessensvertretung wahr (68 Prozent). \u201eAn diesem zentralen Punkt sollten wir mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 unbedingt gemeinsam arbeiten. Die von der DZG zusammen mit 44 Verb\u00e4nden und Organisationen j\u00fcngst gestartete Awareness-Kampagne\u00a0<strong>#HerzUnsererGesellschaft<\/strong>\u00a0ist ein sch\u00f6nes Beispiel, wie das im Schulterschluss gelingen kann\u201c, so Klinge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zur Methodik: Die Befragung fand von Anfang Februar bis Ende M\u00e4rz 2024 statt. Knapp zehn Prozent der 733 angeschriebenen MdBs nahmen teil, was im Vergleich zu analogen Befragungen \u00fcberdurchschnittlich ist (in der Regel liegt die R\u00fccklaufquote bei vier bis f\u00fcnf Prozent). Gleichwohl handelt es sich den vorgestellten Ergebnissen um ein kursorisches Stimmungs- und Meinungsbild.&nbsp;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denkfabrik befragt Bundestagsabgeordnete zu deren Sicht auf die Tourismuswirtschaft \u2013 Das Ergebnis: Hohe Zustimmung zur Arbeit der Gastwelt bei niedriger politischer Priorisierung Grunds\u00e4tzlich sch\u00e4tzen Bundestagsabgeordnete die Arbeit der \u00fcber 250 000 Unternehmen der Gastwelt (Tourismus, Travel, Hospitality &amp; Foodservice) und sehen diese f\u00fcr das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft als \u201esehr relevant\u201c an. 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