{"id":6300,"date":"2024-01-16T10:30:00","date_gmt":"2024-01-16T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/?p=6300"},"modified":"2024-01-16T10:30:00","modified_gmt":"2024-01-16T09:30:00","slug":"flexible-arbeit-kuenstliche-intelligenz-und-roboter-bestimmen-auch-bei-dienstleistungen-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2024\/01\/16\/flexible-arbeit-kuenstliche-intelligenz-und-roboter-bestimmen-auch-bei-dienstleistungen-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Flexible Arbeit, K\u00fcnstliche Intelligenz und Roboter bestimmen auch bei Dienstleistungen die Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Neue Fraunhofer \u201eNext-Work\u201c-Studie zeigt L\u00f6sungswege gegen existenzbedrohenden Mitarbeiter-mangel auf \u2013 Homeoffice, Coworking und Vier-Tage-Woche auf dem Vormarsch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der massive Fach- und Arbeitskr\u00e4ftemangel stellt die deutschen Gastge-ber vor immer neue Herausforderungen und erzeugt dringenden Handlungsbedarf. Schon heute zeichnet sich ab, dass im Gastwelt-\u00d6kosystem \u2013 bestehend aus den Wirtschaftszweigen Tou-rismus, Travel, Hospitality und Foodservice \u2013 bis zum Jahr 2030 zus\u00e4tzlich bis zu 600 000 Be-sch\u00e4ftige altersbedingt ausscheiden und damit fehlen werden, so das Ergebnis der neuen \u201eNext-Work\u201c-Studie des Fraunhofer Instituts f\u00fcr Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) im Auftrag der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG). Die Untersuchung verdeutlicht, dass der Industriesektor vor einer tiefgreifenden Transformation steht: Nur durch neue Arbeitsmodelle und -orte, mehr Flexibilit\u00e4t sowie konsequente Digitalisierung und Automatisierung k\u00f6nnen die 250 000 Gastweltbetriebe in Deutschland \u00f6konomisch bestehen und ausreichend Personal an sich binden, so das zentrale Fazit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aus Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie bestehende Gastwelt bildet mit 5,8 Mio. Erwerbst\u00e4tigen (jeder achte Mitarbeiter) eine zentrale S\u00e4ule des inl\u00e4ndischen Arbeitsmark-tes. Jedoch ist sie sp\u00e4testens seit der Corona-Pandemie von einem immer h\u00e4rteren Fach- und Arbeitskr\u00e4ftemangel betroffen. Herausfordernde Arbeitsbedingungen, ein \u201eschlechtes\u201c Image in der \u00d6ffentlichkeit sowie \u2013 im Vergleich zu anderen Dienstleistungsbranchen \u2013 geringere L\u00f6hne sorgen f\u00fcr eine gef\u00e4hrliche Negativspirale: So sind derzeit \u00fcber 40 Prozent der offenen Stellen in der Hospitality unbesetzt. Hinzu kommen eine \u00fcberdurchschnittliche Mitarbeiterfluktuationen (u.a. durch das Saisongesch\u00e4ft) und die Tatsache, dass sich die Zahl der begonnenen Ausbildungen in den vergangenen Jahren fast halbiert hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Arbeitszeitmodelle, mehr Homeoffice und Eigenverantwortung steigern Attraktivit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer gemeinsamen Studie \u201eNext Work im Business-\u00d6kosystem der 360\u00b0 Gastwelt\u201c betonen Fraunhofer IAO und DZG die dringende Notwendigkeit einer Transformation der Arbeitswelt im Dienstleistungssektor und verdeutlichen dies am Beispiel der Gastwelt-Industrie. Im Mittelpunkt stehen dabei alternative Arbeitsmodelle, mit denen die inhaltliche, \u00f6rtliche und zeitliche Flexibilit\u00e4t der Arbeit erh\u00f6ht und damit die Attraktivit\u00e4t der Branche als Arbeitgeber sp\u00fcrbar gesteigert werden kann, z.B. durch noch flexiblere Arbeitszeiten, erweiterte Homeoffice-Angebote, mehr Coworking und Nutzung von Shared Offices, Workation sowie abwechslungsreichere Arbeitsinhalte in den Betrieben vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bezeichnenderweise sind mit den in der Gastwelt derzeit vorhandenen flexiblen Arbeitsmodellen aktuell \u201enur\u201c vier von zehn der Erwerbst\u00e4tigen zufrieden (43 Prozent). \u201eDer Hospitality-Sektor hat derzeit einen Homeoffice-Anteil von 2,4 Prozent, hier ist also noch Luft nach oben\u201c, betont Dr. Marcel Klinge, Vorstandssprecher der Denkfabrik. Die Studie weist zudem mit 14,25 Millionen j\u00e4hrlichen \u00dcberstunden auf eine massive Schieflage mit potenziell gravierenden Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Motivation hin. Die Wissenschaftler unterstreichen, dass neben mehr Flexibilisierung und Offenheit \u2013 z.B. bei der Vier-Tage-Woche \u2013, konsequente Digitalisierung und Automatisierung zur Entlastung der Arbeitnehmenden und Erh\u00f6hung der betrieblichen Wertsch\u00f6pfung einen entscheidenden Beitrag leisten k\u00f6nne und damit f\u00fcr die Branche eine zentrale \u201eHausaufgabe\u201c darstelle. \u201eRoboter, die Geschirr abr\u00e4umen, bei Events servieren und Kocht\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen, 24-h-Automaten, die Minibars in Hotels ersetzen, und K\u00fcnstliche Intelligenz, die Schichteinteilungen, Reservierungen und den Wareneinkauf \u00fcbernimmt oder bei Buchungen im Reiseb\u00fcro unterst\u00fctzt, sind nur einige Beispiele, in welche Richtung es ganz sicher gehen wird\u201c, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gastwelt muss bei der Arbeitsgestaltung radikal umdenken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eVor allem die vielen kleineren und mittleren Unternehmen der Gastwelt stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung: Wollen sie weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sein und f\u00fcr ein hohes Serviceversprechen stehen, dann ist in der Arbeitsgestaltung ein radikales Umdenken erforderlich\u201c, betont Prof. Dr. Vanessa Borkmann, federf\u00fchrende Wissenschaftlerin und Initiatorin des Innovationsnetzwerks \u00bbFutureHotel\u00ab des Fraunhofer IAO anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation der Studie. \u201eUm wieder mehr neue Talente f\u00fcr uns zu gewinnen und Mitarbeitende langfristig zu halten, m\u00fcssen wir \u00fcberkommene Arbeitsmodelle hinter uns lassen und ein Umfeld schaffen, das Mitarbeitende motiviert, Freir\u00e4ume schafft und Eigenverantwortung f\u00f6rdert\u201c, so Borkmann weiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00f6rderbank und Halbjahres-Arbeitszeitkonten: Ampel kann bei Transformation unterst\u00fctzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vorliegende Studie zeige, wo man aktuell stehe, welche neuen Wege eingeschlagen werden m\u00fcssten, und mache auch Mut. DZG-Sprecher Klinge: \u201eDie Botschaft lautet, dass der unvermeid-liche Wandel, in dem unsere Unternehmen sich bereits befinden, erfolgreich bew\u00e4ltigt werden kann und praxisnahe L\u00f6sungen vorhanden sind. Aber auch die Bundespolitik kann bei diesem anspruchsvollen Transformationsprozess mithelfen, indem sie z.B. eine deutschlandweite Gast-welt-F\u00f6rderbank f\u00fcr Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung einrichtet, die Wochenarbeitszeit flexibilisiert, Halbjahres-Arbeitszeitkonten erm\u00f6glicht sowie \u00dcberstunden steuer- und abgabenfrei stellt\u201c. Zudem sei es branchenintern wichtig, dass die Bed\u00fcrfnisse von G\u00e4sten und Mitarbeitenden k\u00fcnftig gleichwertig behandelt werden, betont Klinge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Next-Work-Studie kann unten stehend kostenfrei abgerufen werden:<\/h2>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Umsetzung der Untersuchung erfolgte mit freundlicher Unterst\u00fctzung von:<\/strong><\/h2>\n\n\n<p>[loop args=&#8220;showposts=-1&amp;post_type=udw-companies&amp;posts_per_page=3&amp;orderby=rand&amp;order=ASC&amp;membercategory=sponsoren-next-work&#8220;]<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Fraunhofer \u201eNext-Work\u201c-Studie zeigt L\u00f6sungswege gegen existenzbedrohenden Mitarbeiter-mangel auf \u2013 Homeoffice, Coworking und Vier-Tage-Woche auf dem Vormarsch. Der massive Fach- und Arbeitskr\u00e4ftemangel stellt die deutschen Gastge-ber vor immer neue Herausforderungen und erzeugt dringenden Handlungsbedarf. Schon heute zeichnet sich ab, dass im Gastwelt-\u00d6kosystem \u2013 bestehend aus den Wirtschaftszweigen Tou-rismus, Travel, Hospitality und Foodservice \u2013 bis zum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-6300","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-presse"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6300"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6300\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6300"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6300"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}