{"id":5913,"date":"2023-10-12T11:49:00","date_gmt":"2023-10-12T09:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/?p=5913"},"modified":"2023-10-12T11:49:00","modified_gmt":"2023-10-12T09:49:00","slug":"mehrwertsteuer-senkung-statt-dienstwagenprivileg-dzg-wirbt-fuer-eigene-gegenfinanzierungs-vorschlaege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2023\/10\/12\/mehrwertsteuer-senkung-statt-dienstwagenprivileg-dzg-wirbt-fuer-eigene-gegenfinanzierungs-vorschlaege\/","title":{"rendered":"Mehrwertsteuer-Senkung statt Dienstwagenprivileg: DZG wirbt f\u00fcr eigene Gegenfinanzierungs-Vorschl\u00e4ge"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Negativer ZEW-Analyse mit eigenen Sparvorschl\u00e4gen Wind aus den Segeln nehmen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, ob die reduzierte Umsatzsteuer auf Speisen ab 2024 entfristet wird, f\u00e4llt Ende November im Deutschen Bundestag. Nachdem die gesamte 360\u00b0Gastwelt (Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie) seit Monaten vielf\u00e4ltig und engagiert f\u00fcr eine dauerhafte Senkung wirbt, pl\u00e4diert die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) nun daf\u00fcr, auch eigene Vorschl\u00e4ge zur Gegenfinanzierung im Bundeshaushalt zu machen. Der unabh\u00e4ngige und \u00fcberparteiliche Thinktank m\u00f6chte damit auch der massiven Kritik des Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW) an einer Mehrwertsteuer-Senkung entgegenwirken. So spricht das ZEW in seiner j\u00fcngsten Analyse von einer \u201ekostspieligen Subvention\u201c, die den Staat in den n\u00e4chsten zehn Jahren fast 38 Milliarden Euro koste.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDiese Berechnung ist zwar inhaltlich korrekt, in ihrer Darstellung aber populistisch, weil hier einfach mal so summierte Zahlen f\u00fcr einen sehr langen Zeitraum in den Raum gestellt werden. Ein solch un\u00fcbliche Darstellung k\u00f6nnen wir so auf keinen Fall stehen lassen und sollten in den kommenden Wochen mit eigenen Sparvorschl\u00e4gen argumentativ in die Offensive gehen\u201c, <strong>so DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus vielen Gespr\u00e4chen mit Abgeordneten, Haushaltspolitikern und Regierungsvertretern wisse die Denkfabrik, dass die Entfristungs-Argumente bei den politischen Entscheidungstr\u00e4gern mittlerweile angekommen seien und auch die soziale Tragweite eines weiteren Gastronomie-Sterbens erkannt werde. \u201eEs gibt in den Regierungsfraktionen durchaus eine Offenheit, die Mehrwertsteuer auf Speisen dauerhaft zu senken. Das Kernproblem aller Beteiligten ist und bleibt aber weiterhin, dass es derzeit noch keine \u00fcberzeugende Gegenfinanzierung gibt \u2013 und an dieser \u201aAchillesferse\u2018 wollen wir jetzt arbeiten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ideen und -Vorschl\u00e4ge zu unterbreiten: \u201eDer Bundeshaushalt ist komplex und Einsparungen in Milliarden-H\u00f6he auf Anhieb nicht einfach zu finden. Vielleicht haben wir uns deswegen auch bislang vor diesem unbequemen Schritt gedr\u00fcckt. Diese Zur\u00fcckhaltung m\u00fcssen wir jetzt aber \u00fcber Bord werfen. Im aktuellen Subventionsbericht des Bundes finden sich eine Reihe von Positionen, bei denen wir Einsparungen vornehmen k\u00f6nnten: So kostet z.B. die pauschale Besteuerung privat genutzter Dienstwagen, das sogenannte Dienstwagenprivileg, den Staat j\u00e4hrlich \u00fcber drei Milliarden Euro. Da es sich hier \u2013 so die Experteneinsch\u00e4tzung des Bundesumweltamtes \u2013 um eine umwelt- und klimasch\u00e4dliche Subvention handelt, w\u00e4re das doch ein m\u00f6glicher Streichungsvorschlag, der die Kosten f\u00fcr eine Mehrwertsteuer-Senkung fast eins zu eins gegenfinanzieren k\u00f6nnte\u201c, so Klinge weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein entsprechender Vorsto\u00df w\u00fcrde die Erfolgschancen aus Sicht der DZG verbessern und h\u00e4tte zugleich noch weitere Vorteile: \u201eWir bauen den Koalitionsfraktionen eine politische Br\u00fccke und schaffen am Ende eine Win-win-Situation \u2013 f\u00fcr das \u00d6kosystem Gastwelt und unser Klima. Au\u00dferdem vermeiden wir, dass eine Mehrwertsteuer-Senkung letztlich \u00fcber neue Schulden \u2013 und damit auf Kosten kommender Generationen \u2013 gestemmt wird. Denn trotz Schuldenbremse plant das Bundesfinanzministerium im kommenden Jahr \u00fcber 16 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen. Zu einem seri\u00f6sen unternehmerischen Handeln geh\u00f6rt f\u00fcr uns auch, bei h\u00f6heren Ausgaben (wie der Mehrwertsteuer-Entfristung) auf der anderen Seite entsprechende Einsparungen vorzunehmen\u201c, betont der DZG-Vorstand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/Broschueren_Bestellservice\/29-subventionsbericht.html\">https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Downloads\/Broschueren_Bestellservice\/29-subventionsbericht.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/umwelt-wirtschaft\/umweltschaedliche-subventionen-in-deutschland#umweltschadliche-subventionen\">https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/umwelt-wirtschaft\/umweltschaedliche-subventionen-in-deutschland#umweltschadliche-subventionen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zew.de\/presse\/pressearchiv\/zurueck-zu-19-prozent-mehrwertsteuer-in-der-gastronomie\">https:\/\/www.zew.de\/presse\/pressearchiv\/zurueck-zu-19-prozent-mehrwertsteuer-in-der-gastronomie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Negativer ZEW-Analyse mit eigenen Sparvorschl\u00e4gen Wind aus den Segeln nehmen Die Entscheidung, ob die reduzierte Umsatzsteuer auf Speisen ab 2024 entfristet wird, f\u00e4llt Ende November im Deutschen Bundestag. 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