{"id":14340,"date":"2026-06-25T09:00:56","date_gmt":"2026-06-25T07:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=14340"},"modified":"2026-06-25T09:29:31","modified_gmt":"2026-06-25T07:29:31","slug":"bundeshaushalt-unter-druck-dzg-warnt-vor-kosten-schock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2026\/06\/25\/bundeshaushalt-unter-druck-dzg-warnt-vor-kosten-schock\/","title":{"rendered":"Bundeshaushalt unter Druck: DZG warnt vor neuem Kosten-Schock"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">DZG sieht wachsende Risiken durch Rentenpl\u00e4ne &amp; Umsatzsteuerdebatte \u2013 Minijobs vor dem Aus?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Steuern und Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge k\u00f6nnten in den kommenden Jahren sp\u00fcrbar steigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) in ihrer neuen steuerpolitischen Risikobewertung f\u00fcr die Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice &amp; Freizeitwirtschaft). \u201eAllein die geplante Rentenreform w\u00fcrde die Sozialbeitr\u00e4ge um mindestens zwei Prozent steigen lassen. In Kombination mit der beschlossenen Mindestlohnerh\u00f6hung k\u00f6nnte das in den kommenden Jahren zu Personalkostensteigerungen von sieben bis acht Prozent f\u00fchren\u201c, so DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. Besorgt verfolgt die Denkfabrik auch die laufende Debatte \u00fcber die \u00f6konomische Sinnhaftigkeit der reduzierten Umsatzsteuer auf Speisen und \u00dcbernachtungen. So bezeichnete die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, die Gastro-Umsatzsteuer j\u00fcngst als \u201e\u00fcberfl\u00fcssige Subvention\u201c und forderte deren R\u00fccknahme.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ob Ehegattensplitting, Handwerkerleistungen, Dienstwagenprivileg oder reduzierte Umsatzsteuer \u2013 nach aktuellen Medienberichten gibt es im Bundesfinanzministerium konkrete Einsparvorschl\u00e4ge, um die gr\u00f6\u00dfer werdenen L\u00f6cher im Bundeshaushalt zu schlie\u00dfen. \u201eWir h\u00f6ren \u00fcberall, dass in den kommenden Jahren massiv Geld eingespart werden soll und Subventionen runter m\u00fcssen. Die Koalition steht unter massivem Handlungsdruck, deswegen sollten wir nicht den Fehler machen zu denken, dass uns nicht auch in der Gastwelt harte Einschnitte drohen. Das hat nichts mit Panikmache zu tun, sondern mit einer realistischen Einsch\u00e4tzung der Lage. Und die ist \u2013 \u00f6konomisch wie politisch \u2013 so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr\u201c, erkl\u00e4rt der ehemalige Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Brisantes Gutachten zu reduzierten Umsatzsteuers\u00e4tzen <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor diesem Hintergrund weist Klinge auch auf ein brisantes Gutachten aus April 2026 hin, das im Auftrag des Bundesfinanzministers die wichtigsten reduzierten Umsatzsteuers\u00e4tze evaluiert hat: \u201eGastronomie und Hotellerie schneiden mit Abstand am schlechtesten ab und werden in ihrer \u00f6konomischen Wirkung ganz unten gerankt. Eine solche Studie kann politisch ganz schnell als Argument f\u00fcr eine Komplettstreichung eingesetzt werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Derzeit wird in politischen Kreisen auch \u00fcber eine allgemeine Mehrwertsteuerreform diskutiert, bei der Lebensmittel k\u00fcnftig mit null Prozent besteuert werden, und im Gegenzug der reduzierte Satz auf zehn Prozent und der regul\u00e4re Steuersatz auf 20 Prozent angehoben wird. \u201eDie Kosten steigen, w\u00e4hrend die Konsumausgaben und damit die Nachfrage sinken. In dieser \u201aZwickm\u00fchle\u2018 sind Steuererh\u00f6hungen keine gute Idee, weil sie zu mehr Konsumzur\u00fcckhaltung und weniger Wachstum f\u00fchren\u201c, so Klinge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wie geht es mit den Minijobs weiter?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch nicht nur steuerpolitisch droht der Gastwelt potenzielles Ungemach, sondern auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt. So sollen laut den aktuellen Rentenpl\u00e4nen die so genannten Minijobs in ihrer bisherigen Form faktisch abgeschafft werden und k\u00fcnftig volle Sozialabgaben f\u00fcr Arbeitnehmer und Arbeitgeber anfallen. \u201eZweitjobs, auf die die Gastwelt mit ihrem Saison-, Verantstaltungs- und Wochenendbetrieb besonders angewiesen ist, w\u00fcrden dadurch unattraktiv. F\u00fcr viele Menschen fiele auch eine wichtige zus\u00e4tzliche Einnahmequelle weg, etwa f\u00fcr neue Anschaffungen, Wochenendausfl\u00fcge und Reisen\u201c, sagt der ehemalige Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Denkfabrik f\u00fcr Steuerb\u00fcndnis der Gastwelt<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor diesem Hintergrund schl\u00e4gt Klinge vor, dass sich die \u00fcber 80 politischen Verb\u00e4nde und Organisationen der Gastwelt zu einem steuerpolitischen B\u00fcndnis zusammenschlie\u00dfen. Ziel m\u00fcsse es sein, gegen\u00fcber Politik und \u00d6ffentlichkeit geschlossen aufzutreten und drohende neue Belastungen fr\u00fchzeitig abzuwehren. Denkbar seien zudem strategische Allianzen mit dem Handwerk, dem Handel sowie der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u style=\"font-weight: 400;\">Bildunterschrift:<\/u><span style=\"font-weight: 400;\"> DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge erkl\u00e4rt, warum die steuerpolitischen Risiken f\u00fcr die Gastwelt gestiegen sind. Bild: DZG.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DZG sieht wachsende Risiken durch Rentenpl\u00e4ne &amp; Umsatzsteuerdebatte \u2013 Minijobs vor dem Aus? Steuern und Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge k\u00f6nnten in den kommenden Jahren sp\u00fcrbar steigen. 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