{"id":14315,"date":"2026-06-17T09:00:01","date_gmt":"2026-06-17T07:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=14315"},"modified":"2026-06-17T10:50:05","modified_gmt":"2026-06-17T08:50:05","slug":"denkfabrik-warnt-pflicht-betriebsrente-koennte-zum-teuren-bom-merrang-fuer-betriebe-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2026\/06\/17\/denkfabrik-warnt-pflicht-betriebsrente-koennte-zum-teuren-bom-merrang-fuer-betriebe-werden\/","title":{"rendered":"Denkfabrik warnt: Pflicht-Betriebsrente k\u00f6nnte zum teuren Bumerang f\u00fcr Betriebe werden"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Gastwelt ben\u00f6tigt mehr Spielraum f\u00fcr attraktive Arbeitspl\u00e4tze \u2013 nicht die n\u00e4chste Pflichtabgabe<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) warnt vor den Folgen einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge mit zus\u00e4tzlicher Finanzierungspflicht f\u00fcr Arbeitgeber. Hintergrund ist die aktuelle Debatte um eine Reform der Alterssicherung, in der Gewerkschaften und Teile der SPD intensiv f\u00fcr eine verpflichtende Betriebsrente werben. Aus Sicht der Denkfabrik ist das Ziel richtig, der vorgeschlagene Weg jedoch problematisch. Statt neue Lasten f\u00fcr Unternehmen aufzubauen, brauche es Anreize, die Besch\u00e4ftigung attraktiver machen und Unternehmen in die Lage versetzen, freiwillig mehr f\u00fcr ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Gastwelt braucht mehr M\u00f6glichkeiten, Besch\u00e4ftigung attraktiv zu gestalten, nicht weniger\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Marcel Klinge, Vorstandsvorsitzender der DZG. \u201eWer Betriebe mit zus\u00e4tzlichen Pflichtbeitr\u00e4gen belastet, nimmt ihnen genau die finanziellen Spielr\u00e4ume, die sie f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen, Weiterbildung, Mitarbeiterbindung oder freiwillige Vorsorgeleistungen ben\u00f6tigen. Wenn wir mehr Menschen f\u00fcr die Gastwelt \u2013 und damit f\u00fcr Tourismus, Hospitality, Foodservice und Freizeitwirtschaft \u2013 gewinnen wollen, m\u00fcssen wir Arbeitgeber st\u00e4rken und nicht weiter belasten.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Neue Belastungen gef\u00e4hrden Spielr\u00e4ume<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Denkfabrik verweist auf die angespannte wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Nach sechs Jahren realer Umsatzverluste und mehr als 2 900 Insolvenzen allein im Jahr 2025 befinde sich ein erheblicher Teil der Gastwelt in einer \u00f6konomisch angespannten Lage. Die Gastwelt brache daher aktuell vor allem eines: Verl\u00e4sslichkeit und Luft zum Atmen. \u201eWer jetzt neue verpflichtende Arbeitgeberbeitr\u00e4ge einf\u00fchrt, gef\u00e4hrdet Investitionen, Besch\u00e4ftigung und im Zweifel sogar die Existenz einzelner Betriebe. Das gilt insbesondere f\u00fcr Familienunternehmen, die das R\u00fcckgrat unserer Innenst\u00e4dte, Tourismusregionen und Ortskerne bilden\u201c, erg\u00e4nzt Ralf Gravelaar, DZG-Vorstandsmitglied und Personaldirektor von Areas Deutschland.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besonders kritisch bewertet die DZG die potenziell hohen administrativen Anforderungen. Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Betriebe verf\u00fcge weder \u00fcber eigene Personalabteilungen noch \u00fcber die Kapazit\u00e4ten, komplexe Vorsorgemodelle aktiv zu verwalten. Neue Dokumentationspflichten, Vertragsbeziehungen und Haftungsfragen w\u00fcrden den ohnehin hohen b\u00fcrokratischen Aufwand weiter erh\u00f6hen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anreize statt neuer Pflichten<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Denkfabrik pl\u00e4diert deshalb f\u00fcr einen anderen Weg: Statt verpflichtender Arbeitgeberbeitr\u00e4ge sollten steuerliche Anreize geschaffen werden, die Unternehmen motivieren, freiwillig in die Altersvorsorge ihrer Besch\u00e4ftigten zu investieren. Gleichzeitig k\u00f6nnten solche Instrumente dazu beitragen, Arbeitspl\u00e4tze in der Gastwelt attraktiver zu machen und die Betriebe im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte zu st\u00e4rken. Gerade in personalintensiven Dienstleistungsbranchen seien moderne Verg\u00fctungs- und Vorsorgemodelle ein wichtiger Baustein zur Fachkr\u00e4ftesicherung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Sicherung der Altersvorsorge ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe\u201c, betonen Klinge und Gravelaar. \u201eSie darf nicht auf den Schultern der wirtschaftlich verwundbarsten Arbeitgeber ausgetragen werden. Wer die Zukunft der Rente sichern will, muss L\u00f6sungen entwickeln, die Besch\u00e4ftigte sch\u00fctzen, ohne Arbeitspl\u00e4tze und Betriebe zu gef\u00e4hrden.\u201c Die DZG fordert die Bundesregierung daher auf, bei den weiteren Beratungen die wirtschaftliche Realit\u00e4t personalintensiver Dienstleistungsbranchen st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen. Gerade in einer Phase schwacher Konjunktur m\u00fcsse das Leitprinzip gelten: F\u00f6rdern statt verpflichten, entlasten statt zus\u00e4tzlich belasten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u>Bildunterschrift:<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die DZG-Vorstandsmitglieder Dr. Marcel Klinge und Ralf Gravelaar (rechts) warnen vor zus\u00e4tzlichen Belastungen durch verpflichtende Arbeitgeberbeitr\u00e4ge zur betrieblichen Altersvorsorge. Bilder: DZG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gastwelt ben\u00f6tigt mehr Spielraum f\u00fcr attraktive Arbeitspl\u00e4tze \u2013 nicht die n\u00e4chste Pflichtabgabe Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) warnt vor den Folgen einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge mit zus\u00e4tzlicher Finanzierungspflicht f\u00fcr Arbeitgeber. Hintergrund ist die aktuelle Debatte um eine Reform der Alterssicherung, in der Gewerkschaften und Teile der SPD intensiv f\u00fcr eine verpflichtende Betriebsrente werben. Aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":14319,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17,9],"tags":[],"class_list":["post-14315","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-presse"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14315"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14321,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14315\/revisions\/14321"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}