{"id":14311,"date":"2026-06-01T10:00:30","date_gmt":"2026-06-01T08:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=14311"},"modified":"2026-06-01T10:53:23","modified_gmt":"2026-06-01T08:53:23","slug":"50-prozent-sozialabgaben-dzg-fordert-jetzt-den-reform-turbo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2026\/06\/01\/50-prozent-sozialabgaben-dzg-fordert-jetzt-den-reform-turbo\/","title":{"rendered":"50 Prozent Sozialabgaben? DZG fordert jetzt den Reform-Turbo"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Wirtschaftsweisen warnen vor Kostenkrise \u2013 Gastwelt sieht Mittelstand und Besch\u00e4ftigung unter Druck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Nach der Ver\u00f6ffentlichung des Fr\u00fchjahrsgutachtens 2026 des Sachverst\u00e4ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung fordert die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) von der schwarz-roten Bundesregierung eine deutlich ambitioniertere und schnellere Reformagenda f\u00fcr den Standort Deutschland. Die Wirtschaftsweisen warnen in ihrem j\u00fcngsten Gutachten vor dauerhaft hohen Energiepreisen, schwachem Wachstum, steigenden Sozialabgaben und einer zunehmenden Belastung von Unternehmen und Besch\u00e4ftigten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als besonders alarmierend bewertet die DZG die Prognose zur Entwicklung der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. Der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz soll laut Gutachten von heute 42,3 Prozent bis 2030 auf 45,4 Prozent und bis 2040 auf nahezu 50 Prozent steigen. Gleichzeitig rechnen die Wirtschaftsweisen f\u00fcr Deutschland lediglich mit einem Wachstum von 0,5 Prozent im Jahr 2026 und 0,8 Prozent im Jahr 2027.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDas Gutachten ist ein Weckruf f\u00fcr die Bundesregierung. Deutschland steuert auf eine massive strukturelle Kostenkrise zu, und die Gastwelt, bestehend aus Tourismus, Hospitality, Foodservice &amp; Freizeit, steht dabei besonders unter Druck. Unser Dienstleistungssektor ist personalintensiv, mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gt und direkt von Kaufkraft, Mobilit\u00e4t und Konsum abh\u00e4ngig\u201c, erkl\u00e4rt DZG-Vorstandsvorsitzender Dr. Marcel Klinge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Weiter steigende Arbeitskosten werden zum Standortproblem<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Denkfabrik fordert deshalb eine umfassende Reformbeschleunigung. Neben einer dauerhaften Entlastung bei Energie- und Arbeitskosten brauche Deutschland vor allem mehr wirtschaftliche Flexibilit\u00e4t, schnellere Verfahren und bessere Investitionsbedingungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besonders dringlich sei aus Sicht der DZG die Reform des Arbeitszeitrechts. Die Denkfabrik fordert erneut, dass die geplante Arbeitszeitflexibilisierung noch vor der Sommerpause durch den Bundestag beschlossen wird. Starre t\u00e4gliche H\u00f6chstarbeitszeiten passten nicht mehr zu den Realit\u00e4ten einer modernen Dienstleistungs\u00f6konomie mit saisonalen und tagesabh\u00e4ngigen Nachfrageschwankungen. \u201eDie Gastwelt braucht endlich ein modernes Arbeitszeitrecht auf Basis der europ\u00e4ischen Wochenarbeitszeit-Richtlinie. Wer diese Reform weiter verschleppt, versch\u00e4rft den Personalmangel und schw\u00e4cht die Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines ganzen Sektors\u201c, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Fachkr\u00e4fteverfahren m\u00fcssen schneller werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dar\u00fcber hinaus fordert die DZG eine deutlich schnellere Fachkr\u00e4ftezuwanderung. Visa- und Anerkennungsverfahren dauerten weiterhin zu lange und entwickelten sich zunehmend zu einem Wachstumshemmnis f\u00fcr Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Die Denkfabrik spricht sich deshalb unter anderem f\u00fcr ein konsequentes Work-Contract-Visum sowie vollst\u00e4ndig digitalisierte Verfahren aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch bei Energie- und Logistikkosten sieht die DZG akuten politischen Handlungsbedarf. Der Sachverst\u00e4ndigenrat weist ausdr\u00fccklich auf die Folgen hoher Energiepreise f\u00fcr Kaufkraft, Investitionen und Konsum hin. Gleichzeitig stiegen Transport- und Lieferkosten entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette weiter an. \u201eDeutschland braucht jetzt keine Klein-Klein-Debatten mehr, sondern eine ambitionierte Wachstumsagenda f\u00fcr Besch\u00e4ftigung, Mittelstand und Dienstleistungswirtschaft. Wer Wohlstand, regionale Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern will, muss jetzt entschlossen handeln\u201c, erkl\u00e4rt Klinge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaftsweisen warnen vor Kostenkrise \u2013 Gastwelt sieht Mittelstand und Besch\u00e4ftigung unter Druck. Nach der Ver\u00f6ffentlichung des Fr\u00fchjahrsgutachtens 2026 des Sachverst\u00e4ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung fordert die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) von der schwarz-roten Bundesregierung eine deutlich ambitioniertere und schnellere Reformagenda f\u00fcr den Standort Deutschland. 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