{"id":14289,"date":"2026-05-08T11:00:00","date_gmt":"2026-05-08T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=14289"},"modified":"2026-05-11T12:11:07","modified_gmt":"2026-05-11T10:11:07","slug":"neue-steuerschaetzung-risiken-fuer-die-gastwelt-steigen-sprunghaft-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2026\/05\/08\/neue-steuerschaetzung-risiken-fuer-die-gastwelt-steigen-sprunghaft-an\/","title":{"rendered":"Neue Steuersch\u00e4tzung: Risiken f\u00fcr die Gastwelt steigen sprunghaft an"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Haushaltsspielr\u00e4ume im Bund werden immer enger \u2013 DZG fordert aktive Beteiligung an Steuerdebatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Am Donnerstag wurde von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die neue Steuersch\u00e4tzung vorgestellt. Auch weil sich die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland j\u00fcngst noch einmal eintr\u00fcbte und die Wachstumsprognose f\u00fcr das laufende Jahr von der Bundesregierung auf 0,5 Prozent halbiert wurde, werden die Steuereinnahmen laut Sch\u00e4tzung k\u00fcnftig deutlich geringer ausfallen:<\/strong> <strong>Die Experten rechnen bis zum Jahr 2030 in Summe mit einem Minus von 87,5 Milliarden Euro bei den Einnahmen von Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden. Vor diesem Hintergrund warnt die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vor sinkenden fiskalischen Spielr\u00e4umen und einer sich zuspitzenden steuerpolitischen Debatte, die sich durchaus negativ auf den Wirtschaftssektor Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice &amp; Freizeit) auswirken k\u00f6nnte. <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Angesichts schwacher Konjunktur, steigender Staatsausgaben und wachsender Verschuldung ist laut DZG absehbar, dass die \u00f6ffentlichen Haushalte deutlich unter Druck geraten \u2013 mit direkten Auswirkungen auf wirtschafts- und finanzpolitische Priorit\u00e4ten. Die laufenden Haushaltsplanungen verdeutlichen die Dimension. So soll die Nettokreditaufnahme von rund 98 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf \u00fcber 110 Milliarden Euro im Jahr 2027 steigen, w\u00e4hrend die j\u00e4hrliche Gesamtverschuldung perspektivisch sogar \u00fcber 200 Milliarden Euro erreichen kann. Gleichzeitig wachsen die Zinsausgaben bis 2030 auf bis zu 79 Milliarden Euro pro Jahr an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Spielr\u00e4ume werden deutlich enger \u2013 und damit steigen zwangsl\u00e4ufig auch die politischen Verteilungskonflikte im Bund\u201c, sagt DZG-Vorstandssprecher <strong>Dr. Marcel Klinge.<\/strong> \u201eWenn Haushalte konsolidiert werden m\u00fcssen, geraten naturgem\u00e4\u00df auch bestehende Strukturen und steuerpolitische Priorit\u00e4ten in Bewegung.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus Sicht der Denkfabrik k\u00f6nnte die Fiskaldebatte in den kommenden Monaten grunds\u00e4tzlicher werden: Neben bereits angek\u00fcndigten Einsparungen werden auch die Einnahmeseite sowie Steuerverg\u00fcnstigungen und Subventionen st\u00e4rker in den Fokus r\u00fccken. F\u00fcr die Gastwelt bedeutet das, dass sie sich in einem Umfeld wachsender Priorisierung st\u00e4rker erkl\u00e4ren und positionieren muss. \u201eIn Phasen knapper Kassen wird nicht nur \u00fcber neue Ma\u00dfnahmen entschieden, sondern auch Bestehendes kritisch hinterfragt\u201c, so Klinge. \u201eGerade konsumorientierte Wirtschaftsbereiche m\u00fcssen ihren Beitrag zu Besch\u00e4ftigung, Wachstum und Binnenkonjunktur immer wieder sichtbar machen.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gemeinsames handeln aller Gastwelt-Stakeholder erforderlich<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Denkfabrik ruft die Gastwelt einschlie\u00dflich aller politischen Verb\u00e4nde daher auf, sich jetzt geschlossen und konstruktiv in die steuerpolitischen Diskussionen einzubringen. Strategisches Ziel m\u00fcsse es sein, unternehmerische Planungssicherheit zu sichern und die Bedeutung der Gastwelt f\u00fcr die wirtschaftliche und soziale Stabilit\u00e4t Deutschlands klar zu verankern. \u201eDie kommenden Jahre werden von harter Priorisierung gepr\u00e4gt sein\u201c, sagt der ehemalige Bundestagsabgeordnete. Wer seine Rolle und Bedeutung nicht aktiv kommuniziere, laufe Gefahr, in einer sich versch\u00e4rften Verteilungsdebatte nicht mehr ausreichend ber\u00fccksichtigt zu werden und ins Hintertreffen zu geraten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u>Bildunterschrift:<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge wirbt f\u00fcr eine aktive Beteiligung der Gastwelt an den steuerpolitischen Debatten der kommenden Monate. Foto: DZG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haushaltsspielr\u00e4ume im Bund werden immer enger \u2013 DZG fordert aktive Beteiligung an Steuerdebatte. 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