{"id":14231,"date":"2026-01-28T13:00:33","date_gmt":"2026-01-28T12:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=14231"},"modified":"2026-01-28T14:27:58","modified_gmt":"2026-01-28T13:27:58","slug":"dzg-begruesst-neue-tourismusstrategie-sieht-aber-ergaenzungsbedarf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2026\/01\/28\/dzg-begruesst-neue-tourismusstrategie-sieht-aber-ergaenzungsbedarf\/","title":{"rendered":"DZG begr\u00fc\u00dft neue Tourismusstrategie \u2013 sieht aber Erg\u00e4nzungsbedarf"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Wichtige Themen der Gastwelt werden adressiert \u2013 Kommende Monate zur Umsetzung nutzen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Mit der neuen Nationalen Tourismusstrategie legt die Bundesregierung im dritten Anlauf erstmals einen umfassenden Rahmen f\u00fcr die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Deutschland vor. Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) bewertet den Vorsto\u00df grunds\u00e4tzlich positiv, sieht jedoch weiterhin deutlichen Nachbesserungsbedarf. Aus ihrer Sicht ist die Strategie ein wichtiger politischer Aufschlag, der aber noch zu kurz greift. <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDass die Tourismuswirtschaft (Gastwelt) \u00fcberhaupt mit einer eigenen nationalen Strategie adressiert wird, ist \u00fcberf\u00e4llig und schon ein deutlicher Fortschritt. Die bisherigen Versuche sind bislang bedauerlicherweise im Sande verlaufen\u201c, sagt Dr. Marcel Klinge, Vorstandsvorsitzender der Denkfabrik. Tourismus und Gastwelt w\u00fcrden damit ausdr\u00fccklich als eigenst\u00e4ndiger, wirtschaftlich relevanter Sektor anerkannt \u2013 vom Gastgewerbe \u00fcber die Reisewirtschaft bis hin zu Mobilit\u00e4t und Freizeit. Das m\u00fcsse man aber weiter mit Leben f\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anerkennung zentraler Branchenforderungen und internationaler Anbindung<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Besonders positiv bewertet die DZG den Zeitpunkt der Vorlage: Die Strategie komme fr\u00fch in der laufenden Legislaturperiode und er\u00f6ffne damit die Chance, angek\u00fcndigte Ma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich auch umzusetzen. Hervorgehoben wird zudem, dass zentrale Forderungen des Sektors explizit Eingang in das Papier gefunden haben. Dazu z\u00e4hlen das Bekenntnis zur dauerhaften Mehrwertsteuer-Reduzierung auf Speisen in der Gastronomie, das ausdr\u00fcckliche Hinarbeiten auf flexiblere Arbeitszeitmodelle sowie der angek\u00fcndigte Abbau b\u00fcrokratischer Lasten, etwa bei Dokumentations- und Berichtspflichten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Positiv bewertet die Denkfabrik au\u00dferdem, dass die internationale Anbindung des Reiselandes Deutschland st\u00e4rker in den Fokus r\u00fcckt. Die geplanten Erleichterungen f\u00fcr die Luftverkehrsbranche und Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Luftverkehrsstandorts seien aus Sicht der DZG ein wichtiger Beitrag, um sowohl den Incoming- als auch den Outgoing-Tourismus zu st\u00e4rken und Deutschland international besser erreichbar zu machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Inhaltlich greife die Strategie zentrale Handlungsfelder wie Arbeitskr\u00e4ftesicherung, Mobilit\u00e4t, Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf und ordne die Gastwelt als klassische Querschnittsaufgabe ein. Auch die st\u00e4rkere Verzahnung mit der EU-Tourismuspolitik sowie die Fortf\u00fchrung der internationalen Vermarktung des Reiselandes Deutschland seien zielf\u00fchrend.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Guter Start \u2013 aber strategische Sch\u00e4rfung muss nachgeliefert werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gleichzeitig bleibe die Strategie aus Sicht der DZG an einigen Stellen deutlich hinter ihrem eigenen Anspruch zur\u00fcck. In einigen Teilen handele es sich um eine B\u00fcndelung bereits laufender oder ohnehin geplanter Vorhaben, bei denen der Tourismus mitgedacht werde, ohne selbst klarer Treiber politischer Initiativen zu sein. Ein \u00fcbergeordnetes Zukunftsbild fehle bislang und m\u00fcsse im weiteren Prozess schnellstm\u00f6glich entwickelt werden. \u201eDie aktive Unterst\u00fctzung der Gastwelt und ihrer 250.000 Unternehmen darf nicht mit dem Kabinettsbeschluss enden\u201c, so Klinge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch das angek\u00fcndigte \u201eTourismuspolitische Forum\u201c auf Bundesebene sieht die Denkfabrik mit klaren Erwartungen. Entscheidend sei, wie verbindlich es ausgestaltet werde und ob es tats\u00e4chlich in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werde. Ohne klare Aufgaben und politische Andockpunkte bestehe die Gefahr, dass das Gremium hinter seinem Anspruch zur\u00fcckbleibe. \u00c4hnlich sei in der vergangenen Wahlperiode mit der \u201eNationalen Plattform Zukunft des Tourismus\u201c passiert. Das d\u00fcrfe sich angeschts der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Sitation nicht wiederholen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unter dem Strich zieht die DZG ein positives Fazit: Die Nationale Tourismusstrategie sei ein guter und notwendiger Start, der politische Aufmerksamkeit und Struktur schaffe. Als echte Zukunftsstrategie m\u00fcsse sie jedoch weiterentwickelt werden. Die Tourismuswirtschaft (Gastwelt) brauche nicht nur bessere Rahmenbedingungen, sondern eine klare Vorstellung davon, welche Rolle sie k\u00fcnftig wirtschaftlich, gesellschaftlich und regional spielen soll.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u>Bildunterschrift:<\/u> DZG-Vorstandsvorsitzender Dr. Marcel Klinge bewertet die Nationale Tourismusstrategie grunds\u00e4tzlich positiv, sieht jedoch noch Erg\u00e4nzungsbedarf. Bild: DZG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtige Themen der Gastwelt werden adressiert \u2013 Kommende Monate zur Umsetzung nutzen Mit der neuen Nationalen Tourismusstrategie legt die Bundesregierung im dritten Anlauf erstmals einen umfassenden Rahmen f\u00fcr die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Deutschland vor. Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) bewertet den Vorsto\u00df grunds\u00e4tzlich positiv, sieht jedoch weiterhin deutlichen Nachbesserungsbedarf. 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