{"id":13964,"date":"2025-11-06T13:00:13","date_gmt":"2025-11-06T12:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/?p=13964"},"modified":"2025-11-12T10:33:52","modified_gmt":"2025-11-12T09:33:52","slug":"dzg-x-jre-kulinarik-salon-im-bundestag-spitzengastronomie-zeigt-haltung-und-macht-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2025\/11\/06\/dzg-x-jre-kulinarik-salon-im-bundestag-spitzengastronomie-zeigt-haltung-und-macht-politik\/","title":{"rendered":"DZG x JRE Kulinarik-Salon im Bundestag: Spitzengastronomie zeigt Haltung und macht Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 4. November 2025 luden die Jeunes Restaurateurs Deutschland (JRE) gemeinsam mit der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) zum zweiten Kulinarik-Salon in das K\u00e4fer-Abgeordnetenrestaurant im Deutschen Bundestag ein. \u00dcber 60 Parlamentarier, Vertreter aus den Fraktionen, Aussch\u00fcssen und verschiedenen Bundesministerien, folgten der Einladung \u2013 darunter auch die Abgeordneten Martina Englhardt-Kopf (Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft) Alexander Hoffmann (Vorsitzender der CSU-Landesgruppe), Claudia Moll (SPD)<\/strong> <strong>sowie zeitweise auch Alois Rainer, Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Heimat. Seine Anwesenheit unterstrich die hohe politische Relevanz der Veranstaltung und setzte ein sichtbares Zeichen f\u00fcr die Aufmerksamkeit, die der Spitzengastronomie von der Bundespolitik entgegengebracht wird. <\/strong><\/p>\n<p>Was braucht es, damit Spitzengastronomie in Deutschland eine nachhaltige Zukunft hat? Beim zweiten Kulinarik-Salon der Jeunes Restaurateurs Deutschland und der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt im Deutschen Bundestag war diese Frage der rote Faden des Abends. \u00dcber 60 Abgeordnete folgten der Einladung ins K\u00e4fer-Restaurant, um mit Spitzenk\u00f6chinnen und -k\u00f6chen, Gastgeberinnen und Gastgebern sowie Branchenvertreterinnen und -vertretern \u00fcber zentrale Themen der Gastronomie zu sprechen. Das Ziel: aufzeigen, welchen Beitrag Spitzengastronomie f\u00fcr Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft leistet \u2013 und warum es politische Unterst\u00fctzung braucht.<\/p>\n<p><strong>Ein Abend mit Haltung \u2013 und klaren Forderungen<\/strong><br \/>\nIn sieben Gespr\u00e4chsrunden gaben JRE Mitglieder Impulse zu den aktuellen Themen der Spitzengastronomie \u2013 von qualifizierter Ausbildung \u00fcber Regionalit\u00e4t, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bis hin zu Gleichstellung, Diversit\u00e4t und Inklusion. Unterst\u00fctzt wurden sie von ausgesuchten G\u00e4sten: Marco M\u00fcller (Restaurant \u201eRutz\u201d, Berlin) sa\u00df ebenso mit am Tisch wie Food-Journailstin Denise Wachter, Max C. Luscher (\u201cCoffee, Brownies und Downies\u201d, Oberursel) und Hugo Winkels vom ColognePride e.V. Die Politikerinnen und Politiker wechselten wie bei einem Speed-Dating die Tische, um in zehn Minuten langen Slots zu jedem Thema einen kurzen Vortrag der K\u00f6chinnen und K\u00f6che zu h\u00f6ren und in direkten Austausch zu treten.<\/p>\n<p>Die Impulse kamen von JRE Pr\u00e4sident Oliver R\u00f6der (Burg Flamersheim, Euskirchen) zu Ausbildungsprogrammen der JRE und Bildungsarbeit der JRE-Deutschland Foundation, Christian Mittermeier (Villa Mittermeier, Rothenburg ob der Tauber) und Hugo Winkels (ColognePride e.V.) zur Diversit\u00e4t in der Spitzengastronomie oder von JRE Schatzmeister Markus Pape (Meisenheimer Hof, Meisenheim) und Max C. Luscher (Coffee, Brownies &amp; Downies, Oberursel) zum Thema Inklusion. Marco M\u00fcller (Restaurant Rutz, Berlin) teilte seine Sicht zu Regionalit\u00e4t und nachhaltiger Personalf\u00fchrung, Jan-Philipp Berner (S\u00f6l\u2019ring Hof, Sylt) informierte zur Bedeutung regionaler Strukturen und regionaler Konzepte f\u00fcr die Spitzenk\u00fcche, Cornelia Poletto (Poletto, Hamburg) und Denise Snieguole Wachter (CHEF:IN) zur Bedeutung von Gleichstellung und der F\u00f6rderung von Frauen in der gehobenen Gastronomie.<\/p>\n<p>Elisabeth R\u00f6ber-Berlin (Hotel Kronelamm, Bad Teinach-Zavelstein) und Nicolai Wiedmer (Restaurant Eckert, Grenzach-Wyhlen \/ JRE-Vizepr\u00e4sident Europa) erl\u00e4uterten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Gastronomie und wiesen eindr\u00fccklich auf die Notwendigkeit eines dauerhaft reduzierten Mehrwertsteuersatzes hin. In den Gru\u00dfworten wurde nicht nur die Gastronomie im Allgemeinen gew\u00fcrdigt \u2013 vielmehr hoben alle drei Rednerinnen und Redner, Martina Englhardt-Kopf, Alexander Hoffmann und Claudia Moll (SPD), ausdr\u00fccklich die gesellschaftliche Bedeutung der Spitzengastronomie hervor.<\/p>\n<p>Gerade im l\u00e4ndlichen Raum sei sie ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens, so der Tenor. Die JRE h\u00e4tten im Rahmen der Veranstaltung nicht nur ihre Stimme erhoben \u2013 sondern sich auch als engagierteste und sichtbarste Vertreter dieses Gastronomie-Segments pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><strong>Forderungen mit Nachdruck<br \/>\n<\/strong>Die Forderungen, die an diesem Abend diskutiert wurden, sind konkreter denn je: So braucht es endlich verl\u00e4ssliche politische Initiativen, um Ern\u00e4hrungsbildung in den Schulalltag zu integrieren \u2013 damit junge Menschen fr\u00fchzeitig ein Bewusstsein f\u00fcr Qualit\u00e4t, Herkunft und Lebensmittel entwickeln. Inklusion muss mehr sein als ein gesellschaftliches Ideal: Damit inklusive Gastronomiebetriebe \u00fcberlebensf\u00e4hig bleiben, braucht es passgenaue F\u00f6rdermodelle, weniger B\u00fcrokratie und gezielte Beratung. Auch das Thema Gleichstellung wurde klar adressiert: Weibliche F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten in der Gastronomie brauchen mehr Sichtbarkeit, gezielte Unterst\u00fctzung und eine Branche, in der Chancengleichheit selbstverst\u00e4ndlich ist. Nicht zuletzt wurde die Forderung nach einem dauerhaft einheitlichen Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen deutlich formuliert \u2013 als fairer Rahmen f\u00fcr ein Wirtschaftsfeld, das stark von Personalkosten, Investitionen und Qualit\u00e4t lebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ein Format mit Zukunft<br \/>\n<\/strong>Die durchweg positive Resonanz aller Teilnehmenden zeigt, wie wichtig der Austausch im Rahmen des Kulinarik-Salons ist. \u201eWir wollten zeigen, dass Gastronomie weit mehr ist als Wirtschaft. Sie schafft Begegnung, \u00fcbernimmt Verantwortung und pr\u00e4gt unsere Gesellschaft\u201c, so Oliver R\u00f6der zum Abschluss. \u201eUnd: Als Vertreterinnen und Vertreter der Spitzengastronomie sehen wir uns in der Verantwortung, diese Debatten mitzugestalten und unsere Perspektive deutlich zu machen \u2013 heute und in Zukunft.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Dr. Marcel Klinge, DZG-Vorstandssprecher und selbst ehemaliger Bundestagsabgeordneter, k\u00fcndigte bereits an, das Format im Jahr 2026 fortzusetzen: \u201eDieser Abend hat erneut gezeigt, wie viel Potenzial in der Gastronomie steckt \u2013 kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Jetzt liegt es an der Politik, diese Impulse aufzugreifen\u201c, so der Denkfabrik-Chef.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. 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