{"id":12184,"date":"2025-03-20T11:30:01","date_gmt":"2025-03-20T10:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/?p=12184"},"modified":"2025-03-20T11:30:01","modified_gmt":"2025-03-20T10:30:01","slug":"15-euro-mindestlohn-denkfabrik-plaediert-fuer-einfuehrung-fruehstens-2028","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/2025\/03\/20\/15-euro-mindestlohn-denkfabrik-plaediert-fuer-einfuehrung-fruehstens-2028\/","title":{"rendered":"15 Euro Mindestlohn: DZG pl\u00e4diert f\u00fcr Einf\u00fchrung fr\u00fchestens 2028"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DZG: Entlastungen m\u00fcssen erst einmal wirken, bevor Personalkosten weiter ansteigen \u2013 Regierung soll wieder auf unabh\u00e4ngige Mindestlohnkommission setzen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) warnt davor, dass die angek\u00fcndigte Erh\u00f6hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 15 Euro bis 2026 alle im Sondierungspapier von CDU\/CSU und SPD beschlossenen Entlastungen f\u00fcr die Gastwelt sofort wieder auffressen k\u00f6nnte. \u201eEine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung des gesamten Dienstleistungssektors gelingt nur, wenn die Entlastungsma\u00dfnahmen st\u00e4rker wirken als zus\u00e4tzliche Kosten. Erh\u00f6ht sich der Mindestlohn in einem einzigen Schritt um 17 Prozent auf, sprengt das die finanziellen M\u00f6glichkeiten der vielen personalintensiven Betriebe in Tourismus, Hospitality, Foodservice und Freizeit. Daher schlagen wir vor, die Erh\u00f6hung des Mindestlohns fr\u00fchestens im Jahr 2028 umzusetzen, zumal die letzten Lohnerh\u00f6hungsrunden zwischen 10 und 18 Prozent ausgefallen sind. Nur durch eine Beruhigung der Kostenentwicklung k\u00f6nnen die in Aussicht gestellten Entlastungsma\u00dfnahmen \u00fcberhaupt wirken\u201c, sagt Dr. Marcel Klinge, Vorstandsvorsitzender der DZG.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Denkfabrik sieht m\u00f6gliche negative Folgen dabei vor allem f\u00fcr gering qualifizierte j\u00fcngere Arbeitnehmer. Gerade erst hat eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO im Auftrag der DZG gezeigt: Kein anderer Wirtschaftssektor bietet so vielen Geringqualifizierten unter 35 eine Chance auf dauerhafte Besch\u00e4ftigung. Steige der Mindestlohn nun zu schnell und zu stark, drohen diese M\u00f6glichkeiten wegzufallen \u2013 mit direkten Folgen f\u00fcr junge Menschen und die Integrationskraft der Branche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Finanziell besonders betroffen w\u00e4ren Betriebe mit Fokus auf Gesch\u00e4ftskunden \u2013 wie Event-Caterer, Pensionen, Gasth\u00f6fe und kleinere Hotels \u2013 oder die getr\u00e4nkeorientierte Gastronomie, die ja nicht von der anvisierten Umsatzsteuerreduzierung auf Speisen profitiert, sowie solche Unternehmen mit hohem Anteil an nicht tarifgebundenen oder geringqualifizierten Besch\u00e4ftigten. \u201eGerade Betriebe, die bereits unter hohen Energie-, Transport- und Personalkosten leiden, k\u00f6nnen solche Spr\u00fcnge einfach nicht kompensieren\u201c, erg\u00e4nzt Dirk Iserlohe, Dorint-Aufsichtschef und Vorsitzender des DZG-Wirtschaftsausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mindestlohn seit Einf\u00fchrung bereits um 50 Prozent gestiegen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DZG kritisiert zudem die erneute politische Festlegung des Mindestlohns. Seit seiner Einf\u00fchrung 2015 ist dieser bereits um 50 Prozent gestiegen \u2013 deutlich st\u00e4rker als Inflation und Tarifl\u00f6hne in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Bis auf die Erh\u00f6hung durch die Ampel-Regierung im Jahr 2022 wurde die Anpassung stets durch die Mindestlohnkommission vorgenommen, die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t und faire Wettbewerbsbedingungen mitber\u00fccksichtigt. \u201eDass nun ausgerechnet CDU und CSU einen politisch festgelegten Mindestlohn mit propagieren, ist kontraproduktiv und belastet die ohnehin mit massiven Arbeitskr\u00e4fteproblemen ausgestattete Gastwelt weiter\u201c, unterstreichen Klinge und Iserlohe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Keine Mindestlohnerh\u00f6hung vor 2028&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DZG warnt ebenso davor, dass mit diesem Schritt die n\u00e4chsten Tarifrunden aufgrund der angehobenen Mindestlohnschwelle weitere Gehaltserh\u00f6hungen \u00fcber die Inflation hinaus f\u00f6rdern w\u00fcrden. Dieser so genannte \u201eWelleneffekt\u201c f\u00fchre zu nicht kalkulierbaren Kostenerh\u00f6hungen in einer der personalintensivsten Branchen Deutschlands. Die Denkfabrik schl\u00e4gt daher eine \u00dcbergangsphase bis 2028 vor, damit sich die Gastwelt wirtschaftlich bis dahin stabilisieren kann. \u201eEs geht uns nicht darum, Lohnsteigerungen grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen. Die 6,2 Millionen engagierten Mitarbeitenden der Gastwelt haben eine faire Bezahlung verdient. Erh\u00f6hungen m\u00fcssen aber in einem Tempo umgesetzt werden, das Arbeitspl\u00e4tze sichert und die Gastwelt als zweitgr\u00f6\u00dften privaten Arbeitgeber Deutschlands nicht \u00fcberfordert\u201c, so Klinge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DZG: Entlastungen m\u00fcssen erst einmal wirken, bevor Personalkosten weiter ansteigen \u2013 Regierung soll wieder auf unabh\u00e4ngige Mindestlohnkommission setzen Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) warnt davor, dass die angek\u00fcndigte Erh\u00f6hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 15 Euro bis 2026 alle im Sondierungspapier von CDU\/CSU und SPD beschlossenen Entlastungen f\u00fcr die Gastwelt sofort wieder auffressen k\u00f6nnte. \u201eEine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-12184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-presse"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12184\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zukunft-gastwelt.de\/newsroom\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}